Start einer PRS-1M – Putins Raketenabwehrschirm wird noch schneller und tödlicher



Der Rüstungswettlauf der Großmächte geht unverdrossen weiter. Derzeit scheint Russland einen Vorsprung im Bereich besonders schneller Raketen zu haben, man spricht von Hypersonic-Waffen.

Entsprechend nutzt der Kreml jede Chance, um die Leistungskraft dieser Systeme zu demonstrieren. Nun wurde der Start einer Rakete im TV gezeigt. “Ein weiterer Teststart einer neuen russischen Abfangrakete wurde von den russischen Luftfahrtverteidigungskräften aus dem Trainingsgebiet Sary-Shagan in Kasachstan erfolgreich durchgeführt”, verkündete das Verteidigungsministerium.

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Die Abwehrwaffe soll ihr Ziel wie geplant getroffen haben, so der stellvertretende Kommandant der Raketenabwehreinheit Vladimir Sergiyenko. Der Name der Rakete wurde nicht genannt, aber Experten nehmen an, dass die Videos den Start einer PRS-1M zeigen, die bereits zuvor auf dem Gelände getestet wurde. Diese Raketen gehören zu dem Anti-Raketen-System A-135, das über mehrere Raketentypen verfügt. Sie können entweder aus einem Silo oder von einem Transporter aus gestartet werden. Die PRS-1M ist eine Abfangrakete, die sich nicht gegen Flugzeuge oder Cruise-Missiles richtet. Sie hat auch nicht so ein breites Einsatzspektrum wie die russischen Systeme S-400 und S-500.

Die PRS-1M hat nur eine Aufgabe: Sie wird für einen möglichen Atomkrieg gebaut und soll angreifende US-Atomraketen abfangen und so Moskau und andere Orte von großer Bedeutung schützen.

Schnellste Rakete der Welt

Die PRS-1M ist weitaus schneller und tödlicher als die Vorgänger des Typs 53T6. Laut gazeta.ru soll die PRS-1M die schnellste Rakete der Welt sein und eine Geschwindigkeit von vier Kilometer in der Sekunde erreichen, das entspräche etwa 14.500 Kilometer in der Stunde. Diese Geschwindigkeit erreicht die PRS-1M in der steigenden Phase und nicht wie die Hypersonic-Gleiter im Rücksturz zur Erde. Zudem beträgt die Einsatzreichweite in Weite und Höhe das Anderthalbfache des Vorgängers.

Die Reichweite soll nun bei 350 Kilometer liegen, anfliegende Raketen können in einer Höhe von 50 Kilometern abgefangen werden. Um die enorme Geschwindigkeit zu ermöglichen, wurde ein spezielles Hitzeschild entwickelt, auch die komplette Elektronik soll neu entworfen worden sein, damit sie eine Beschleunigung vom 300-fachen der Erdanziehungskraft übersteht.

Die PRS-1M ist eine echte Doomsday-Waffe, die nur in einem Krieg eingesetzt werden kann, der die Welt zerstört. Um Moskau vor angreifenden US-Raketen mit Atomsprengköpfen zu schützen, setzt die PRS-1M keinen konventionellen Sprengkopf mit Splittermantel ein. Sie bringt einen eigenen Atomsprengkopf mit mehreren Kilotonnen Sprengkraft ins Ziel und würde ihn in großer Höhe zünden. Wenn ein ganzer Schwarm dieser Raketen eingesetzt wird, wären die Folgen für die Atmosphäre verheerend.

Wettrüsten nach Ende des ABM-Vertrag

Die Hypersonic-Raketen Moskaus sind eine Antwort auf den Bau des US-amerikanischen Raketenschutzschildes. 2002 stiegen die USA aus dem ABM-Vertrag aus, der so einen Schirm verboten hätte. Angeblich sollte sich der US-Schutz gegen Mullah-Raketen richten, doch tatsächlich sollte er wohl eher das “Gleichgewicht des Schreckens” aushebeln, in dem er Russlands strategische Raketen neutralisieren sollte. Moskau versuchte im Gegenzug, die sehr teuren Abwehrwaffen der USA auszumanövrieren. Neue Hypersonic-Waffen im Arsenal des Kreml sind so schnell, dass sie von den Abwehrraketen der USA nicht eingeholt werden können. Zugleich sind die russischen Raketen und Gefechtsköpfe auch bei Spitzengeschwindigkeiten manövrierfähig – herkömmliche Abwehrraketen können darauf nicht reagieren.

Hinzu kommen exotische Neuentwicklungen, wie der Weltuntergangstorpedo Poseidon. Auch diese Unterwasserwaffe ist wiederum weit schneller als die Torpedos Westens. Hier fürchtet man, dass Poseidon tief im Meer vor den Küsten der USA eine Wasserstoffbombe zünden könnte.

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Das würde einen Mega-Tsunami auslösen, eine gewaltige Wasserwand würde Ost- und Westküste der USA überrollen.

Anzunehmen ist nun, dass die Antriebstechnik der PRS-1M, die eine aufsteigende Rakete so beschleunigt, auch bei anderen Raketenwaffen genutzt wird.

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