Anthony Scaramucci: Michael Bloomberg für Donald Trump die “größte Bedrohung”



Es war eine Reaktion, wie man sie von US-Präsident Donald Trump längst gewohnt ist: Nachdem am Freitag bekannt geworden war, dass der frühere New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg erwäge, für die Demokraten ins Rennen um die US-Präsidentschaft einzusteigen, ließ es sich Trump nicht nehmen, sogleich gegen den möglichen Rivalen auszuteilen, dessen Ambitionen als aussichtslos darzustellen und ihm natürlich auch einen gehässigen Spitznamen zu verpassen.

Dem “kleinen Michael” fehle die nötige “Magie”, die Wahlen in einem Jahr zu gewinnen, spottete Trump im Garten des Weißen Hauses. “Er wird nicht gut abschneiden.” Vielmehr werde Bloombergs Kandidatur nur Joe Biden schaden, führte er aus.

Scaramucci: Trump von Bloomberg “sehr eingeschüchtert”

Anthony Scaramucci, Ex-Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses und seit seiner Entlassung nach nur zehn (inoffziellen) Tagen im Amt einer der lautesten Trump-Kritiker, sieht den US-Präsidenten hingegen vor ernsten Problemen, sollte es der Medienmogul tatsächlich zum Kandidaten schaffen. Bloomberg stelle für Präsident Trump die “größte Bedrohung” (“number one threat”) dar, sagte Scaramucci am Freitagabend in der CNN-Abendsendung “Coumo Prime Time”. Mehr noch: Schon jetzt sei der US-Präsident von Bloomberg “sehr eingeschüchtert”, mutmaßte Scaramucci.

Bloomberg sei “ein New Yorker, der dem Mobbing-Ansturm des Präsidenten standhalten kann”, glaubt Scaramucci. Zudem verfüge der Milliardär über fünf- bis achtmal so hohe finanzielle Mittel für den Wahlkampf wie Trump. “Er könnte ein Vermögen dafür ausgeben, sich zu verteidigen und Anzeigen in allen Gegenden des Landes zu schalten”, die er für einen Erfolg auch brauche. Sollte Bloomberg als Präsidentschaftskandidat nominiert werden, so Scaramuccis Fazit, “wäre für mich klar, dass er Trump schlagen würde”.

Bloomberg bereitet mögliche Präsidentschaftsbewerbung vor

Über eine mögliche Kandidatur Bloombergs hatte am Freitag zuerst die “New York Times” berichtet. Bloomberg selbst, laut “Forbes” mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 50 Milliarden Dollar der achtreichste Mensch der Welt, hat sich bislang noch nicht offiziell geäußert. Allerdings wurden im Hintergrund bereits Vorbereitungen für den Wahlkampfeintritt des 77-Jährigen getroffen. So ließ Bloomberg im US-Bundesstaat Alabama die nötigen Unterlagen für eine Teilnahme an den dortigen Vorwahlen einreichen, wie aus einer Liste hervorgeht, die die Demokratische Partei in Alabama kurz vor Fristablauf am Freitag auf ihrer Homepage veröffentlichte.

Der Bundesstaat ist der erste, in dem Bewerber ihre Dokumente einreichen müssen, um an den Präsidentschaftsvorwahlen teilzunehmen.

Quelle: CNN





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